In der Nacht vom 30.April auf den 1.Mai wird der Sommer mit Walpurgisfeiern begrüßt. Diese Tradition stammt aus Nord- und Mitteleuropa.
Der Tag ist nach der Heiligen Walburga benannt worden, deren Gedenktag der 1.Mai gewesen ist, der Tag ihrer Heiligsprechung. Sie war Benediktinerin und Äbtissin im Kloster Heidenheim. Dank ihr ist bei einem Sturm ein Schiff sicher in den Hafen in Antwerpen eingelaufen. Sie gilt bis heute als Schutzpatronin der Seeleute und Schutzheilige gegen Sturm.
Goethe machte diese Tradition aus seinem Blickwinkel in seinem „Faust“ bekannt.
Früher haben sich die Menschen getroffen, andere behaupten, dass es die Hexen gewesen sind, sie haben ein Feuer, ähnlich dem Osterfeuer gemacht und haben um das Feuer herum getanzt und das Leben gefeiert. Sie haben vorher ihre Haare mit Holunderzweigen und Gundermann geschmückt. Diese Blüten sind auch verräuchert worden. Es ist getrommelt worden. Man hat gesungen und getanzt.
In der Walpurgisnacht wird das Leben gefeiert, die Liebe, die Fruchtbarkeit, die Sinnlichkeit, die Vereinigung von Mann und Frau, Tag und Nacht als auch von Himmel und Erde. Die bösen Geister werden mit Rauch, Lärm und Heiterkeit verscheucht. Während dieser Zeit ist der Schleier zwischen der Feststofflichen und Feinstofflichen Welt sehr dünn. Schamanen nutzen es um sich mit dem Göttlichen zu vereinen und sich mit den Naturgestein zu vereinen. Früher haben die Schamanen eine Birke geschlagen und diese reichlich geschmückt zentral im Dorf aufgestellt. Heute gehen die Schamanen in den Wald und schmücken eine Birke vor Ort ohne diese abzuholzen, da sie wohl nun besser über die Kraft der Bäume informiert sind.
Da die Schleier zwischen den Welten sehr dünn sind, kann man durch das Ausleben von Sinnlichkeiten über die Grenzen der Welten hinwegsehen. Man kann sich selbst, die Bedürfnisse und die geheime Begierde besser erkennen.
Man sagt, dass Verbindungen und Hochzeiten, welche im Mai begangen von dauerhafter Bindung sein sollen.
Am Folgetag wird die Asche des Feuers über dem Acker verteilt, damit die Energie und die Nährstoffe der Asche für einen Fruchtbaren Boden sorgen und eine ertragreiche Ernte bringt.
Eine wunderschöne Walpurgisnacht euch mit viel Sinnlichkeit und dünnem Schleier
Liebe Grüße
Sarah von SchamanismusRocks